Mittwoch, 12. September 2012

Zu Ende - nicht vorbei

Ich bin wieder zu Hause gelandet. Die phantastische Reise ist vorbei. Und doch nicht ganz vorbei. Denn die wunderschönen Erlebnisse und Eindrücke, ein wenig auch festgehalten in den vielen Bildern, die trage ich ja weiterhin in mir und mit mir. Keine der großen Reisen, die ich bisher unternommen habe, hat mich ganz so gelassen, wie ich vorher war. Es ändert sich etwas durch die Erlebnisse, nur ein klein wenig, aber doch spürbar. "Reisen bildet" - das Wahrnehmen, Denken, Fühlen, die ganze Person.

Darum ist diese Reise wohl zu Ende, aber nicht ganz vorbei.

Ach ja, hier gibt es noch einen Link zu ein paar Fotos aus Toronto, eine feine Stadt. Ich werde dazu später an anderer Stelle etwas schreiben. Hier gehts also zum Webalbum Toronto.

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Sonntag, 9. September 2012

Im Rückspiegel

Gibt es eigentlich ein Leben ohne Tim Hortons? Unschlagbar günstig und gut, wenn es ums Frühstücken oder einen Snack zwischen durch und ums Mail-checken geht. Gibts überall (nur nicht in National Parks), fast öfter als Starbucks. Apropos: Gibts ein lebenswertes Leben ohne Starbucks? Ich habe echte Zweifel. Hab dort immer wieder sehr nette Leute getroffen. Ist bei uns so nicht. Wird mir fehlen. Aber kommen wir zu Wichtigerem. Freien Zugang zum Internet. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu uns in D. Jedes Restaurant, Café, Pub, auch die meisten Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen, Hotels sowieso, bieten freies WiFi an. Und wirklich schnelles Internet, Highspeed. WLAN ist also allgegenwärtig. In den großen Städten kommt man leicht von einem Zugangspunkt zum nächsten. Selbst in entlegenen Gebieten mag es mit dem Mobiltelefon schlecht sein, Internet geht immer (auch über Satellit). Das zeigt sich dann auch im Alltag deutlich. Smartphones und Tablets sind völlig Teil des Alltags, sehr viel stärker als bei uns. Vielleicht sollte die „Internetgemeinde“ in der „Provinz“ Germany mal stärker für eine sehr gute kostenlose und flächendeckende Versorgung mit dem Netz einsetzen, statt sich über jede Kleinigkeit werweißwie aufzuregen.


Ruhiger Autoverkehr. An die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 100 (Hwy) oder 110 (4 spurig) km/h gewöhnt man sich leicht. Wird auch überall recht gut eingehalten. Nur im hektischen Stadtverkehr von Calgary wird gerast. Und in Saskatchewan. Dort wird das Limit in der Regel locker um 20 % überschritten. Man muss sich anpassen, sonst hat man die Trucks & Trailors ständig im Nacken. Insgesamt ist es aber doch viel weniger hektisch und aggressiv als bei uns. Klar, die weiten Strecken machen einen ganz von alleine ruhiger. Dennoch: Plädoyer für ein Tempolimit bei uns!


Freundlichkeit und Höflichkeit. Gilt schon der US-Amerikaner als freundlich, so ist es der Kanadier weitaus mehr. Die Freundlichkeit und Offenheit wirkt weniger aufgesetzt, sondern natürlich und ungezwungen. Dies gilt natürlich in der Tendenz, Ausnahmen gibt es immer, aber doch sehr wenige. Die Offenheit und unformelle Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist mir immer wieder sehr angenehm aufgefallen, besonders dort, wo weniger Touristen waren. Kanada pur also. Die Weite des Landes und die dünne Besiedlung im Vergleich zu uns haben es wohl im Bewusstsein gehalten, dass man auf einander angewiesen ist. In der Wildnis sowieso.


Sauberkeit und gute Ordnung: Selbst in Hotels, die von außen wenig einladend aussahen, waren die Zimmer doch stets sauber und ok. In Restaurants ist es ebenso. Bei den Tankstellen können sich eigentlich sämtliche deutschen Tank- und Raststationen ein Beispiel daran nehmen, was in Kanada die Sauberkeit der Toiletten (Washrooms) angeht. Man ist also stets gut und anständig versorgt unterwegs. Denn auch frischen Kaffee gibts eigentlich überall „for to go“. Ideal. Ein bisschen blöd ist es, dass manche Tankstellen, besonders die großen Unternehmen Esso und Shell, stets auf Vorkasse bestehen. Da ist das mit dem Volltanken zumindest auf Kreditkarte schwierig. Man muss dann abschätzen, was man braucht. Es gibt aber auch Tankketten, die da anders und bequemer verfahren, Petro-Canada zum Beispiel und Husky. Meine Favoriten. Pay at the pump, ganz einfach auch Volltanken, mit internationaler Kreditkarte. So muss das sein.


[Thema Auto. Wen das nicht interessiert, kann den Absatz überspringen.] Nicht als kanadische Eigenart, aber als etwas, das ich auf der langen Reise durch Kanada sehr geschätzt habe, das war das Auto, das ich hatte. Immerhin sind es in Kanada etwas mehr als 6500 km gewesen, die ich in 4 Wochen gefahren bin. Das ist schon ein Härtetest. Insgesamt kommen noch knapp 1500 km in Alaska (mit anderem Mietwagen) hinzu, so dass ich insgesamt rund 8000 km abgerissen habe. Neuer Rekord für mich auf einer Reise! Zurück zu Kanada. Ich hatte dort einen neuen Kia Rio gdi. Einfach super. Platzmäßig reicht der locker für zwei. Absolut leiser Motor, das Luftgeräusch beim Fahren ist lauter. Total bequemes Sitzen; ich hatte während der gesamten Fahrt keinerlei Rückenprobleme. Akzeptabler Verbrauch (6,5 l über Land). Viele Annehmlichkeiten in der gut durchdachten Ausstattung, wie z. B. die Armlehne in der Mitte, an die ich gewöhnt bin. Tolles Media-System mit USB-Anschluss und Sat-Radio. Wie das technisch gelöst wird, ist mir schleierhaft, de facto hatte ich aber in allen Gebieten, wo FM gar nicht und AM nur schlecht empfangen wurde (und cell phone tot war, z.B. in der Mitte von Vancouver Island und auf Gebirgsstrecken) absolut klaren Empfang jeder Menge Radiokanäle über Satellit. Wo steckt da die Antenne? Keine Ahnung, funktioniert aber wunderbar in jeder Region, die ich durchfahren bin. Finde ich super. Man kann ja leider nur die Typklasse buchen, aber der Kia Rio wäre für mich derzeit erste Wahl. Ich überlege, ihn zu Hause zu kaufen. Der Fahrkomfort ist toll. Nur der Verbrauch könnte noch etwas besser sein. Jedenfalls hat mir das Fahren die ganze Reise lang dank bestem Cruise-System viel Spaß gemacht! [Thema Auto Ende.]


Es ließe sich noch so viel mehr schreiben, wenn man auf eine solch lange Reise zurück blickt. In den letzten Tagen sind die Eindrücke aus den Anfangstagen in Alaska schon etwas verblasst. Zu viele neue Eindrücke und Erfahrungen sind fast täglich dazu gekommen. Was wirklich hängen bleibt, werde ich erst in ein paar Wochen besser wissen.  Es war viel, es war sehr viel an Eindrücken, Erlebnissen, Begegnungen, Nachsinnen, Schauen, Fühlen, In-sich-Aufnehmen. Verarbeiten. Voll bis an den Rand.


Was noch? Ach ja, das Resumee. Es war eine tolle Reise. Alaska war der Wahnsinn, da hätte ich gerne mehr Zeit gehabt, um weiter in den Norden zu fahren, Fairbanks, Yukon. Die ganze riesige Landschaft dort am Rande der Zivilisation ist absolut einmalig und überwältigend. Die Grizzlies sind riesengroß, dank der Lachse. Und dann die weiteren Höhepunkte: Juneau, der fabelhafte Glacier Bay National Park, die Inside Passage mit der Ferry (vielleicht das größte Erlebnis, das ich hatte), die tolle Insel Vancouver Island, das wunderschöne und liebenswerte Vancouver. Die Rockies mit dem Mt. Revelstoke als einem wirklichen Highlight, die großen, berühmten Parks in den Rockies, die vielleicht etwas weniger geboten haben als ich erwartet hatte (und die Erwartung war riesig), zumindest weiß ich jetzt genau, wo all die „typischen“ Kalenderfotos gemacht werden. Dann die große Ebene, die Prärie, Saskatchewan mit dem Prince Albert National Park, ein tolles, ganz besonderes  Erlebnis. Gut dass ich diese Schleife gefahren bin, ich hätte einen wesentlichen Eindruck vom Westen Kanadas verpasst. Der wunderschöne Abschluss im Waterton National Park, das war das Pünktchen auf dem „i“.


In Kanada habe ich neun (9!) Nationalparks besucht, dazu kommen die beiden Nationalparks Denali und Glacier Bay in Alaska hinzu, macht elf. Eine ganze Menge unglaublich beeindruckender, schöner, gewaltiger Natur Es hat alles gepasst, es gab keinerlei Enttäuschung, es gab unterschiedliche Erwartungen und überraschende neue Erfahrungen. So solls auf Reisen sein. Was ich anders machen würde? Mehr Zeit in Alaska, sonst eigentlich gar nichts. Selbst die Jahreszeit war insofern ok, als ich die Mücken „verpasst“ habe. Da war nichts, gar nichts, nirgendwo. Ansonsten wäre es wohl etwas früher im Jahr noch besser gewesen, aber eben auch voller wegen der Saison, der Ferien dort. Die Ruhe in den Parks jetzt Anfang September war himmlisch. So hat alles stets seine zwei Seiten. Und über das Wetter kann ich schon gar nicht klagen. Die schlechten Phasen waren doch nur sehr gelegentlich und eigentlich recht selten, mal abgesehen von den Regionen (Pazifikküste), wo der Regen schlicht dazu gehört. Aber selbst in Juneau hatte ich Sonnenschein!

And so in a word: Alaska, Canada 2012 - AWESOME !

... und doch noch ein paar neue Fotos - nur hier im Blog! (vom Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage)

Freitag, 7. September 2012

Berge, Seen, Natur - Genuss pur

Das ist nun ein toller Ausklang. Der Waterton National Park ist wirklich wunderschön, nicht spektakulär, aber es passt alles zusammen. Heute passt zuerst einmal das Wetter: Sonne pur. Die Wärme folgt, bis zu 23° wird es warm. Ich habe alles besucht, erklommen (den Bear Humb!), abgefahren, was es hier so zu tun und zu sehen gibt. Das ist allerlei. Es gibt hier auffallend viele gute Wanderwege, auch für einen Tag. Die habe ich natürlich nicht gehen können. Man müsste also länger hier sein.

Den eigentlichen Reiz aber habe ich gar nicht wahrnehmen können. Der liegt nämlich in der reichen Flora, und damit ist es im Herbst natürlich schlecht. Auch die Tierwelt begibt sich langsam zur Ruhe. Wir sind hier in Waterton Lake 1280 m hoch. Der besondere Artenreichtum der Flora und Fauna um die Waterton Lakes herum aber begründet Watertons Ruf und Auszeichnung als "World Heritage". Ich habe also "nur" den schönen Park erleben können. Das war aber einfach total schön und total entspannend.


Eine Bootsfahrt war auch wieder dabei, eine Cruise auf dem Waterton Lake. Sein Südteil liegt schon jenseits des 49. Breitengrades, also jenseits der kanadischen Grenze in den USA. Dort liegt der Glacier National Park (US). Am südlichen Ende des Sees gibt es eine US-Ranger-Station mit Anlegestelle, Goats Haunt. Genau genommen war ich also heute auch noch (wieder) in den USA. Man hat Grenzformalitäten aber nur, wenn man vom See weiter ins Hinterland hiken will. Ist alles tiefste Wildnis - und ganz besonders auch Bärenland, Grizzly Bears. Hab aber keinen gesehen.

Was ist der Unterschied zwischen den USA und Kanada? Dass der Kellner (um die 40) im abendlichen urgemütlichen und romantisch am See gelegenen Lakeshore Inn aus reinem Interesse bereits dreimal in Deutschland war. Das wäre für einen US-amerikanischen "server" undenkbar. Was sagte er über Deutschland? "Great country"! Ja, das kann ich nun wirklich auch über Kanada sagen: Great country! Wonderful country! Thanks to the Canadian hospitality!

Denn dies ist nun das Ende meiner täglichen Blogposts und Bilder in den Webalben. Morgen gehts "by car" nach Calgary, und nach einer kurzen Nacht geht es am frühen Sonntag Morgen per Flug weiter nach Toronto. Das zählt für mich dann schon zur Rückreise, auch wenn ich in Toronto noch zwei Nächte Stop over habe. Ich habe diesen Abend heute besonders genossen, fein gegessen und getrunken direkt am See. Ich glaube, morgen in Calgary nehme ich mir vom Fotografieren "frei"... Nur ein Schlusswort, das wirds noch geben.

Und HIER gibts all die vielen Fotos von heute.

Donnerstag, 6. September 2012

Fast das Finale

Auf zum Waterton Lakes National Park - World Heritage. Morgens in Drumheller ist es lausig kalt, 4° gerade mal, und an den Ufern des Red Deer River und der kleinen Seen hat sich Raureif gebildet. Nebelschwaden durchziehen das Tal. September. Fall. Herbst. Tolle Stimmung, denn die Sonne kommt dann doch immer stärker durch. Einen Abstecher zum "Dinosaur-Park" bei Brooks habe ich verworfen, weil ich doch lieber rasch nach Waterton will. Welche Besonderheiten wird dieses Welt-Naturerbe für mich bereit halten? Ich werde es morgen erkunden.

Wirklich überraschend plötzlich steigen die Rocky Mountains aus der Prairie vor einem auf. Leider fahre ich zugleich in eine Wolkenwand hinein, so dass zunächst nicht mehr viel von den Felsenbergen zu sehen ist. Aber dann sind sie doch da, groß und mächtig. Waterton Lake, ein erster Blick auf den See und das berühmte, wie ein Schlösschen anzusehende Hotel "Prince of Wales". Waterton ist ein netter kleiner, offenbar in der Saison gut besuchter Touristenort im Nationalpark. Eine der Parkstraßen habe ich heute schon erkundet, die zum Lake Cameron hinauf. Morgen gibt es mehr davon, bei Sonnenwetter (angekündigt) auch einen Hike.

Waterton ist offenbar bei US-Amerikanern sehr beliebt, sie dominieren hier stark. Klar, die Grenze nach Montana ist gleich um die Ecke, aber warum müssen sie nun gerade hierher nach Kanada kommen? Wahrscheinlich gibt es drüben keinen vergleichbar netten Ort. Hat einen Effekt wie bei Deutschen auf Mallorca. Unangenehm. Schade. Habe da auch gerade eine wenig freundliche Erfahrung mit bräsigen US'lern im Restaurant machen müssen.  So etwas habe ich weder in Alaska noch irgendwo in Kanada bisher erlebt.

Morgen und die nächsten, meine letzten Tage hier, bin ich nur noch scharf auf Kanada - und die schöne Natur hier!
Übrigens, tolles Radio gibt es hier: "107,7 The River". Lethbridge, die bemerkenswerte Hauptstadt von Süd-Alberta.

Ein paar Bilder gibts auch, siehe HIER. Dass es in Waterton schlechte Internetverbindung gibt, war ein  Gerücht einer offenbar veralteten Webseite meines Hotels. Alles nett und perfekt hier in der Lodge. - Das Bild rechts ist die hiesige Polizeistation. Somit auch mal ein Foto der RCMP!

Mittwoch, 5. September 2012

Shopping Erlebnis

Also dass ich mit Freude und fast etwas erleichtert vorhin nach Drumheller zurück gekehrt bin, das hätte ich gestern nun wahrlich nicht gedacht. Calgary ist eine sehr hektische Stadt, very busy, viel Verkehr und Trubel. Die Anfahrt war vom Wetter her noch sehr schön, als immer deutlicher die Rockies vor mir auftauchten. Ich bin dann gleich als erstes auf den Calgary Tower (191 m hoch ) gefahren, tolles Erlebnis, zumal mit der neuen gläsernen Kanzel direkt über dem Abgrund. Der Blick ist wirklich super.

Danach aber trübte das Wetter zusehends ein, und bei Kälte (13°) und Nieselregen kommt die schönste Stadt schlecht zur Geltung. So habe ich halt einen Shopping Tag draus gemacht, denn Shoppen kann man in Calgary wirklich prächtig. Dazu laden die vielen Geschäfte und Malls ein, die sich direkt im Zentrum befinden und über "Skywalks" in der ersten und zweiten Etage untereinander verbunden sind, ein echtes Labyrinth. Man kann also überall in der City einkaufen, ohne die Straße draußen überhaupt nur zu betreten, praktisch in den langen kalten Wintermonaten. In Montreal ist aus dem selben Grund die Shopping Meile eine Etage tiefer gelegt.

Die Orientierung in Calgary ist tatsächlich anfangs ein Problem, denn hier werden nicht nur die Straßen (Nord - Süd) und Avenues (Ost - West) fein säuberlich gezählt, das wäre ja einfach und leicht. Nein, hier wird nach Quadranten gezählt, entsprechend den vier Himmelsrichtungen. Die 1st Street zum Beispiel gibt es also Downtown gleich zweimal, SW und SE, das sind dann aber zwei verschiedenene Straßen. Recht ulkig, sich das so ausgedacht zu haben.

Es reicht also keineswegs, sich für den Parkplatz des Autos nur die nächste Ecke "xte Ave / yte Str." zu merken, nein, ohne den Quadranten hilft das wenig. Nach einiger Zeit hat man sich auch daran gewöhnt, zumal in den Skywalks, wo die Orientierung bei den unbekannten Namen der Gebäude und der Ausgänge anfangs echt schwierig ist. Wenn ich das schreibe, will das schon was heißen. Aber dann, wenn mans kapiert hat, macht das Shoppen in Calgary echt Spaß, ist irgendwie besonders reizvoll, finde ich. Gut, dass ich heute schon einmal in Calgary war, dann kann ich mich am Samstag, dem Abschiedstag in Alberta, dort gleich ordentlich "austoben". Ich weiß auch schon wo.

Die Rückfahrt war dann ein besonderer Genuss, denn es hellte bald nach Calgary wieder auf, und das weite, leicht gewellte Prairieland glänzte golden über den abgeernteten Feldern und unter weitem, "lebendigem" Himmel. Die Sonne ist hervor gekommen. In  Drumheller ist es freundlich und warm, ruhig und beschaulich. Diese Weite und der herrliche Himmel darüber haben mich in ihren Bann geschlagen. Ich werde oft daran denken und beides bestimmt bald sehr vermissen.

In der Travelodge ergibt sich dann noch draußen, auf den Picknick-Plätzen, ein netter Kontakt zu drei kanadischen Ehepaaren, die hier einen Geburtstag feiern. Sie laden mich gleich mit ein an ihren Tisch, und wir haben eine sehr unterhaltsame Stunde miteinander. Es ist wie so oft auf meinen Reisen: Was auf den ersten Blick wie ein Reinfall aussieht, entpuppt sich alsbald als ein besonderer Glückstreffer. Cheerio, Drumheller!

Hier gibts wieder den Link zu einigen Fotos von heute. Ihr werdet sehen, der Himmel hats mir angetan.

Dienstag, 4. September 2012

Living Skies

Heute biete ich gleich zwei Fotoserien in den Webalben an. Das erste Webalbum hat den Titel "Living Skies", die Bilder sollten für sich sprechen. Die meisten Fotos sind aus Saskatchewan, einige schon wieder aus Alberta. Prairie-Landschaft - Prairie-Himmel. Absolut faszinierend. Die 500 km Tour langweilig? Nur für den, der keinen Sinn für solche Himmel und diese Weite hat. Saskatchewan ist für mich zum Traumland geworden, jedenfalls eine der mich am meisten beeindruckenden Landschaften Kanadas. Einmalig schön.
Dann gings also weiter zu den "Badlands" bei Drumheller, hier der Link zum Drumheller Album. Wind und Regen haben an beiden Ufern des Red Deer River eine bizarre Landschaft geformt. Nicht schlecht, aber kein Tagesprogramm. In gut einer Stunde hat man den Loop mit zwei Viewpoints abgefahren, 42 km. Dort rum laufen lohnt sich nicht, es gibt auch keine Trails. Wenn man dann noch den kurzen Abstecher zu den Hoo Doos (fester Stein auf weichem Sockel) hinzu nimmt, ist man längstens in 2 Stunden mit allem durch. Alles sehr hübsch anzusehen, aber eben kein Tagesprogramm.

Natürlich kann man noch das Tyrell Museum besichtigen, ein wirklich  gelungenes, top modernes Naturkundemuseum vom Feinsten zum Thema Dinosaurier (man hat hier besonders viele von deren Knochen gefunden) und Entwicklung des Lebens überhaupt. Wirklich sehenswert, besonders für Familien. Wenn man aber nicht gerade alle Schautafeln durchliest, sondern sich auf die wirklichen Fundstücke beschränkt - grandios, so etwas habe ich noch nie gesehen -, ist das zwar auch sehr beeindruckend und toll gemacht, vor alle auch die Dino-Modelle, aber in einer weiteren guten Stunde ist man damit auch durch. Man kann sich dort natürlich auch den ganzen Tag aufhalten.

Nun, das war also heute mein Programm, das für morgen gedacht war. Hier mit Drumheller habe ich mich zum ersten (und wohl auch zum letzten) Mal mit meiner Zeitplanung verkalkuliert. Zwei Übernachtungen in Drumheller sind einfach überflüssig, so viel gibts hier nicht zu sehen, und ansonsten ist der Ort ein ziemliches Nest, wenngleich regional bedeutsam = Kreisstadt. Zum Glück ist es gar nicht weit nach Calgary, rund eineinhalb Stunden. Da werde ich morgen hin fahren und mir einen schönen Tag in Calgary machen, um abends nach Drumheller zum Übernachten zurück zu kehren. Denn an meinem letzten Tag in Alberta, kommenden Samstag, habe ich in Calgary kaum mehr Zeit. Das passt mir also eigentlich sehr gut, denn nun kann ich auch etwas mehr von dieser bedeutenden und größten Stadt Albertas kennen lernen.

Das Finale hinsichtlich der Natur, das ist der Waterton Lakes National Park.

Montag, 3. September 2012

Saskatchewan at its best

Heute geht es nur eine recht kurze Strecke (230 km) von Waskesiu nach Saskatoon. Morgens in Waskesiu ist es noch einmal eine wunderschön ruhige und freundliche Stimmung am See. Es ist mir fast schwer gefallen, dort weg zu fahren. Das ist mir auf dieser ganzen Reise nicht oft passiert. Die Landschaft mit ihrer seltsam beruhigenden Weite schlägt einen in ihren Bann, wenn man sich nur ein bisschen Sensibilität dafür bewahrt hat.


Das bleibt auch so bei der Fahrt über die Highways nach Saskatoon: viel weites Land, meist Kulturland, viele Kornfelder, meist schon abgeerntet, aber auch sehr viele Seen und Tümpel, bei dem herrlichen Himmel heute alles einfach eine Lust anzuschauen. Seht selbst, aber die Bilder können natürlich wenig von der Weite einfangen.

Vor Saskatoon traf ich auf einige deutschsprachige Ortsnamen wie "Rheinland" oder "Neuanlage". Da hats also mal deutsche Siedler hin gezogen. Saskatoon selber ist eine wunderschöne Stadt am South Saskatchewan. Weniger Downtown als vielmehr die wunderschönen Uferparks entlang des Flusses und unter den Brücken hindurch, viel schöner und grüner noch als in Edmonton. Überhaupt ist Saskatoon eine Stadt voller prächtiger Alleen und Parks. Heute am Feiertag (Labour Day) war in der City wenig los, weil tatsächlich die meisten Geschäfte geschlossen hatten, dafür in den langen Uferparks und an den Promenaden umso mehr.

Es gibt auch ein recht hippes "alternatives" Viertel um den "Broadway" herum, das ich durch Zufall fand. Dort machte ich in einem Starbuck eine nette Bekanntschaft mit einem Kanadier, der von Vancouver hierher nach Saskatoon gezogen ist aus beruflichen Gründen. Aber es gefiele ihm so gut hier, dass er länger bleiben möchte. Das will schon was heißen, auch wenn Saskatoon und Vancouver kaum vergleichbar sind. Er findet es hier aber besonders "vibrant", weil Saskatoon eine Boomtown sei wegen der vielen in Saskatchewan geförderten Bodenschätze, nicht nur Öl, sondern auch Seltene Erden. Es sei die am schnellsten wachsende Stadt in Westkanada. Wieder etwas gelernt. - And remember Earls :-)

Noch ein paar Fotos mehr gibts HIER.


Sonntag, 2. September 2012

Naturparadies in Saskatchewan


Heute hat mich der Regen voll erwischt. Morgens sah es noch recht verheißungsvoll aus, und daher gibt es davon auch einige nette Fotos vom See und Nationalpark. Am Waskesiu River trübte es dann zusehends ein, die ersten Tropfen fielen und wurden immer mehr. Es hörte nicht mehr auf, den ganzen weiteren Tag nicht. Dafür kenne ich jetzt alle Geschäfte und Cafés in Waskesiu. Es gibt eine sehr hübsche und interessante Foto-Galerie mit Meisterfotos eines hiesigen Fotografen, Landschaft und Tiere, toll. Einen „grünen“ Coffee Shop mit fair trade coffee gibts auch. Kanada eben. Hier wird fleißig Müll getrennt. Aber noch zu wenig vermieden.

Die Läden und Restaurants machen heute den Umsatz ihres Lebens. Alles drängt sich bei dem Regenwetter - und es gießt wirklich in Strömen - in den Shops und Lokalen. Schade, dass ich so nur einen recht geringen Eindruck von diesem schönen Park gewinnen kann. Denn schön ist er wahrlich. Die Seeufer und Buchten sind oft sandig, sehr einladend. Der nordische Laubwald ist zwar dicht, aber dennoch etwas licht. Klar, sonst kämen die berühmten großen Hirsche (Elks) hier auch kaum durch. Einer begegnete mir noch am Wegesrands. Ein Prachtkerl.

Im Park gibt es die einzige noch wild und frei lebende Bison-Herde Kanadas. Allerdings hält sich diese Herde im Westteil des Parks auf, ca. 2 Stunden Autofahrt von hier, teilweise über Schotterstraßen. Und dann sieht man sie natürlich nur, wenn man Glück hat und sie gerade in der Nähe sind. Also ist nichts damit, „eben mal Büffel anschauen“.




Mit den rough roads habe ich auch noch eine kleine Erfahrung gemacht, vor dem großen Regen. Denn die schönsten Teile des Sees Waskesiu erreicht man nur über solche Schotterstraßen. Die sind aber nichts für meinen kleinen Kia, ein Stadtauto. Das merkte ich schnell, als sich der Schotter in nassen Lehm verwandelte. Ich war froh, heil wieder raus gekommen zu sein. Stecken bleiben ist nicht so gut. Das angesteuerte Ziel war dann auch nicht gerade fußläufig zu erreichen, denn man musste über glitschige Abhänge und durch morastigen Boden. Das gab ich bald auf. Besseres Wetter und ein passendes Auto - und dieser Prince Albert National Park wäre ganz nach meinem Geschmack! Ach ja, ein Boot könnte dann auch nicht schaden. Der Weg übers Wasser ist hier in der Wildnis immer der leichteste. Das wussten ja auch die alten Indianer mit ihren Kanus.

Es ist hier um den Park herum First Nation Land. Indianerland also. Leider musste ich bei einem kurzen Stop in Prince Albert, der nächst gelegenen Stadt hier, dasselbe fest stellen, was man auch in den Indianergebieten der USA oder den Aboriginal Territories in Australien feststellen kann. Wer allein von der (aus schlechtem Gewissen) vom Staat gezahlten Unterstützung leben kann oder muss, verliert seinen Stolz und seine Würde. Entsprechend hängen denn auch viele „First Nation People“ nahe am Liquor Store herum oder, wie ich selbst beobachten konnte, kaufen sich das Essen für die ganze Familie beutelweise im teuren Fast Food Shop fertig ein. Die „Weißen“ machen es ihnen ja vor. Schlechte Aussichten. Und immer dasselbe Problem: Integration, hier auf kanadisch.

Hat sich der weite „Ausflug“ hierher nach Waskesiu in den Prince Albert National Park nun gelohnt? Ich finde, ganz klar ja. Ein recht anderes Kanada hat sich mir gezeigt, hier in der Provinz, ein wundervolles, liebenswertes Land mit offenen, freundlichen Menschen, mit einer herrlichen Natur, eben nicht nur in den Rocky Mountains. Morgen sehe ich dann noch Saskatoon, die größte Stadt von Saskatchewan. Capital ist Regina.

Die Fotos im selben Webalbum "Waskesiu" von gestern.

Samstag, 1. September 2012

Weites Land, endloser Himmel


Das ist also Kanada, wie es "normal" (und ohne Touristen) ist, jedenfalls im Westen und in der Mitte größten Teils. Ein weites Land, hügelig, voller Kornfelder und Weiden, Seen und Buschland, und das alles endlos. Endlose Weite. Endloser Himmel. "Land of Living Skies." Das ist das Motto von Saskatchewan, das auf jedem Autoschild prangt. Und es stimmt. Ansonsten steht für Saskatchewan das Ährenbündel: Grain, grain, und nochmal grain, soweit das Auge reicht nur Kornfelder. Und Weiden. Und Angus -Rinder. Und gelegentlich auch Büffelherden, Bisons (gesprochen "beiss'n"). Gleich morgens nicht weit hinter Edmonton, also noch in Alberta, sehe ich eine solche. Nicht im offenen Land, auf großer Weide. Büffel fürs Bison-Steak.

Das klingt langweiliger, als es in Wirklichkeit ist. Nun, eine 700 km Fahrt durch diese endlose Prärie-Landschaft (früher einmal mit Gras- und Buschland bewachsen) ist nicht der wahnsinnige Aufreger, aber eben doch von eigenartiger Schönheit. Man muss die Weite erst einmal in sich aufnehmen. Der Himmel ist wirklich beeindruckend, wenn man "die Wetter" schon Kilometer im Voraus sieht und dann da durch fährt, durch Regen oder Gewitter, ich hab beides erlebt. Und wieder die Sonne. Irgendwie toll. Diese Weite muss einmal so abenteuerlich gewesen sein wie eine Fahrt über das Meer. Schon wegen der Orientierung.

Das Meiste ist jetzt Kulturland, nur weiter nach Norden, also hinter Prince Albert auf den Nationalpark zu, wird es waldiger. Die Seen werden noch häufiger. Überhaupt gibt es hier, vor allem entlang des North Saskatchewan River Valley, jede Menge Feuchtgebiete. Soviel Wasser-Federvieh wie heute habe ich noch nie an einem Tag gesehen. Der Yellowhead Highway (warum der so heißt, lest bei Wikipedia nach) folgt hier diesem Tal. Aber auch weiter hinauf nach Prince Albert nehmen die Gewässer eher zu. Zu gucken gibt es wahrlich genug. Langweilig ist mir nicht geworden, im Gegenteil.

Obwohl, 700 km durch dieses Land sind schon ein Dingen. Vor allem wenn man es nicht kennt und nicht weiß, wo es Tankstellen gibt. Ich habe vorsichtshalber (und vorgewarnt vom Barkeeper in Edmonton: "watch your petrol") in jedem wichtigen Ort mit Gas Station nach getankt. War aber nicht richtig nötig, es gibt in regelmäßigen Abständen genug Tank - Möglichkeiten. Abseits des TCH 16 (Yellowhead) sieht es allerdings etwas "seltener" aus, wie ich auf den 200 km nach Prince Albert bemerkte. Aber davor hat man natürlich den Tank voll.

Warum nun gerade dieser weite "Ritt" (ride heißt es ja englisch, wenn man Auto fährt) zum Prince Albert National Park nach Waskesiu? Weil ich einmal ursprüngliches Kanada möglichst ohne Touristen erleben will. Das ist mir voll gelungen. Hier in Waskesiu ist schon ein Autokennzeichen aus Alberta, wie auf meinem Mietwagen, etwas Exotisches. Hier sind nur Canadians aus Saskatchewan, vor allem aus Saskatoon. Waskesiu ist ihre Riviera, ihre Copacabana: Badesee, Strand und Erholungspark in einem. Klar, es ist Nationalpark mit allen damit verbundenen Einschränkungen des Kommerzes. Das ist nur gut so. Denn die Landschaft ist trotz Regens herrlich.

Mir fällt als Vergleich und das auch nur von Bildern und vom TV, Masuren ein: Viel Wald, Laubwald (gabs in den gesamten Rocky Mountains nicht) mit Birken, Erlen und "Aspen", also den Zitterpappeln mit dem "Espenlaub". Dazwischen immer Kiefern und Fichten, die kanadischen Spruces. Und Seen und Gewässer, Lichtungen und Hügel ohne Ende. Skandinavisch vielleicht. Es gibt viele Möglichkeiten, den Park zu Fuß, mit dem Rad oder Boot zu erkunden. "Bear Country" ist es natürlich auch wieder. Eben so ist Kanada auch. Ehe es noch weiter nördlich ganz in die wilde Tundra übergeht. In La Ronge, noch 180 km nördlich von hier, hört dann auch die asphaltierte Straße und die zivilisierte Welt auf.

Waskesiu ist ein sehr netter Ort, der einzige im Nationalpark direkt am See mit allem Drum und Dran: Cafes, Restaurants, Hotels, kleinen Geschäften, Bäckerei, Boutiquen und vielen, vielen Campgrounds. Hier ist jetzt am letzten langen Sommer-Wochenende, dem Labour Day Weekend, noch einmal alles voll und ausgebucht. Danach wirds sehr ruhig hier, bis zum nächsten Sommer. Das habe ich also noch allerbestens abgepasst. Heute das Dinner im gepflegten Hawood Inn war vom Feinsten. Damen mit High Heels. Ich lag fast flach - das im tiefsten Kanada! Aber auch Herren, die in Baseball Kappe auf dem Kopf ihren Burger verspeisten. Das geht hier alles zusammen. Völlig unkompliziert. Hab mich eben mit dem "Empfangschef" am Frontdesk meines Hotels unterhalten, armer netter Kerl. Dies Hotel hier hat seine besten Tage hinter sich, eine abgewirtschaftete Kaschemme, von wegen "Lakeview Resort". Das Resort verfällt, sieht übel aus. Aber der noch als Hotel betriebene Anbau ist einigermaßen ok. Bett und Bad sind sauber, WiFi funktioniert bestens, erstaunlich schnell. Also was will der Mensch mehr.

Wenn es morgen weiter regnen sollte, mache ich mir einen geruhsamen Tag im nahen "Strandcafe", mit Internet natürlich. Abends im Hawood Inn habe ich schon wieder reserviert. Was solls, Kanada ist schön!

Alle Fotos nochmal  hier.

Freitag, 31. August 2012

Hinaus in die Ebene

Der Abschied aus Jasper und dem gleichnamigen National Park ist verregnet. Dennoch zeigt sich morgens neben der Straße eine Herde Hirsche, Elks nehme ich an, nicht Caribous. So ungezwungen trifft man Tiere nur im Nationalpark, wo sie vor den Jägern sicher sind. Wäre bei uns nicht anders.

Dann geht es aus den Rocky Mountains hinaus, noch rund 300 km bis Edmonton, der Kapitale Albertas, fast ebenso groß wie Calgary, ca. 700.000 EW, im Großraum noch einmal so viele. Für westkanadische Verhältnisse ist das sehr viel. Dazwischen viel hügeliges Waldland, Seen, dann mehr und mehr Weiden und Getreidefelder. Ich nähere mich der Prärie. Vor allem nähere ich mich wieder der Sonne, und es wird langsam wärmer.

Edmonton hat einen schlechten Ruf, besonders auch im Reiseführer: langweilig, gesichtslos, uninteressant. Das kann ich nun ganz und gar nicht finden. Mir hat die Stadt gefallen, besonders die vielen Parks, die sich links und rechts am Saskatchewan River durch die gesamte Stadt ziehen. Man hat dem Fluss weitgehend seinen ursprünglichen Verlauf und auch sein natürliches Ufer gelassen. Auf einem der Fotos sieht man gut die Sandbänke, die bei dem sommerlichen Niedrigwasser hervor kommen. Und Brücken gibt es jede Menge!

Klar, Edmonton, hat keinen gewachsenen Stadtkern, wie die meisten nord-amerikanischen Städte im Westen, es  ist eben eine noch sehr junge "Siedlung", heute Boom Town der Papier, Öl- und Ergasindustrie. Als "Tor des Nordens" wurde sie im Klondike Goldrush berühmt. Ich finde, Edmonton ist einen Besuch wert und hat sich mir heute von seiner besten Seite gezeigt. Vor dem langen Wochenende mit Labour Day ist die City schon ausgestorben: Der Kanadier ist längst mit RV und Trailor auf ins weekend.

Oder in die Edmonton Mall. Dieses Shopping Paradies ist in der Tat sehenswert: eine Mischung aus Freizeitpark, Las Vegas (ohne Kasinos, sofern das vorstellbar ist) und eben einer ganz normalen, aber riesigen Mall. Da war heute absolut der Bär los. (Ich bin nicht mehr in den Rockies, da darf ich diesen Ausdruck wieder unbefangen benutzen...)




Beeindruckend. Eine gute Restaurant-Straße ("Bourbon Street") neben diversen Food Courts gab es auch. Habe eine gute Pizza gegessen. War nett.

Mit dem Auto kommt man wirklich in Edmonton gut zurecht, da die Straßen klar nach Avenues (Ost - West) und Streets (Süd - Nord) sortiert und gezählt sind. Diesmal habe ich mir auch vorher im Hotel draußen Google Maps Offline mit entsprechendem Ausschnitt aufs Schlaufon geladen, das war doch sehr praktisch.

Und morgen gehts dann früh los, die längste Etappe meiner Rundfahrt, 700 km durch die große Ebene der Prärie. Ziel ist der Prince Albert National Park, der vorletzte National Park Kanadas, den ich besuche.

Hier der Link zu allen Fotos dieses Tages.